Wiedereröffnung der Studienzentren

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe NAKO Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

endlich dürfen wir Sie wieder zur NAKO Untersuchung in unser Studienzentrum Hannover einladen. Wir freuen uns sehr, Sie ab Juli bei uns begrüßen zu können.
Obwohl nach dem Lockdown allmählich eine Lockerung der Corona-Maßnahmen stattfindet, ist eine Infektionsgefahr durch COVID-19 noch nicht gebannt. Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, sind eine Verschärfung und Befolgung aller notwendigen Hygiene- und Schutzvorkehrungen auch bei uns im NAKO Studienzentrum des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung unumgänglich.
Mit der Einladung haben Sie auch wichtige Hinweise zur Infektionsprävention erhalten – hier im Überblick zusammengefasst:

1. Fragen im Vorfeld der Untersuchung und vor Ihrem Termin im Studienzentrum. Beachten Sie bitte, dass die Untersuchung nicht stattfinden kann, wenn Sie auf eine oder mehrere der folgenden Fragen mit Ja geantwortet haben. In diesem Fall kommen Sie bitte nicht in das Studienzentrum, sondern rufen Sie an. Sie werden einen neuen Untersuchungstermin erhalten.
a) Ist bei Ihnen in den letzten 14 Tagen getestet worden, ob Sie mit dem Coronavirus infiziert sind?
b) Wie fiel das Testergebnis innerhalb der letzten 14 Tage aus? (Hinweis: das Testergebnis bezieht sich auf den Abstrich der Rachenschleimhaut)
c) Befinden Sie sich derzeit in behördlich angeordneter Quarantäne oder hatten Sie in den letzten 2 Wochen engen Kontakt mit einer Person (mehr als 15 Minuten in einem Raum und weniger als 1,5 Meter Abstand), die eine bestätigte Corona-Infektion hat?
d) Haben Sie heute oder in den beiden vorausgegangenen Tagen

  • Erkältungszeichen gehabt?
  • Verlust oder starke Einschränkung von: Geruchs- und/oder Geschmackssinn
  • Fieber
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Allgemeine Schwäche
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Fließschnupfen (Ausnahme: allergisches Schnupfen/Heuschnupfen)
  • Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Erbrechen)

e) Besteht ein begründeter Verdacht, dass Sie sich in den letzten 2 Wochen mit dem Coronavirus infiziert haben können?

2. Wenn die oben aufgelisteten Einschränkungen auf Sie nicht zutreffen, bitten wir Sie für die Untersuchung im Studienzentrum um Folgendes:
a) Erscheinen Sie bitte erst unmittelbar zu Ihrem vereinbarten Termin und treffen Sie bitte vor dem Betreten alle hygienisch notwendigen Vorkehrungen (Händedesinfektion, Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregeln) zur Verhütung von COVID-19.
b) Sofern es möglich ist, bitten wir Sie, alleine zur Untersuchung zu kommen. Sollten Sie auf eine Begleitperson angewiesen sein, dürfen Sie diese gerne mitbringen. Es müssen aber von der Begleitperson die gleichen Hygienemaßnahmen wie von Ihnen selbst eingehalten werden. Sollte die Begleitperson eines oder mehrere der unter 1. aufgelisteten Kriterien erfüllen, so darf sie nicht ins Studienzentrum.
c) Wir bitten Sie zu Ihrem und unserem Schutz die Hygieneanweisungen unseres Personals während des gesamten Aufenthalts zu beherzigen – eine Untersuchung ist sonst leider nicht möglich. Dazu gehört während des gesamten Besuchs, dass alle Teilnehmenden und Gäste einen Mund-Nase-Schutz korrekt tragen und regelmäßig die Hände desinfizieren. Um Infektionsketten nachvollziehen zu können, müssen auch die Kontaktdaten der Begleitpersonen erfasst werden.
Zur Verringerung eines möglichen Infektionsrisikos wird ggf. das Untersuchungsprogramm reduziert.

3. Abschließend möchten wir Ihnen noch folgenden Hinweis geben. Wenn Sie eine oder mehrere der folgenden Erkrankungen haben:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankung,
  • chronische Atemwegserkrankung,
  • chronische Lebererkrankung,
  • Zuckerkrankheit,
  • Krebserkrankung,
  • Immunschwäche,
  • starkes Übergewicht

gehören Sie zu den Personen, die, nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen, bei einer Infektion ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19 Erkrankung haben. Auch bei Personen ab etwa 50-60 Jahren oder Raucher*innen besteht ein erhöhtes Risiko (Weitere Risikofaktoren entnehmen Sie bitte den aktuellen Informationen des Robert Koch Instituts des Robert Koch Instituts). Eine Studienteilnahme ist – bei den erwähnten Erkrankungen – dennoch möglich. Bitte bedenken Sie aber: Trotz aller hygienische Vorkehrung und Schutzmaßnahmen besteht immer ein Restrisiko und wir können nicht vollständig ausschließen, dass keine Infektion mit dem Coronavirus während des Besuchs bei uns stattfindet.
Gerne verschieben wir Ihren Termin auf einen späteren Zeitpunkt, wenn Sie Bedenken haben sollten.

4. Beachten Sie bitte in unserem Studienzentrum Hinweise des Studienpersonals

Wenn Sie Rückfragen oder ein individuelles Anliegen haben, zögern Sie bitte nicht uns anzurufen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Ihnen unter der Telefonnummer 0511-535085-00 in der Zeit von 08:00 – 18:00 Uhr oder per Mail gesundheitsstudie@helmholtz-hzi.de gerne zur Verfügung.

Vielen Dank für Ihre Zeit und bis bald bei uns im Studienzentrum

„Gemeinsam forschen für eine gesündere Zukunft – NAKO Gesundheitsstudie“

Mit deutschlandweit 200.000 Teilnehmern und 18 Studienzentren ist die NAKO die größte Gesundheitsstudie der deutschen Geschichte. Im Studienzentrum Hannover wurden im Zeitraum 2014 bis 2018 10.000 TeilnehmerInnen aus dem Großraum Hannover in die Langzeitstudie eingeschlossen. Seit Dezember 2018 werden die TeilnehmerInnen zur zweiten Untersuchung ins Studienzentrum eingeladen.
Die Räumlichkeiten des Studienzentrums Hannover befinden sich im CRC in der Feodor-Lynen-Straße 15 in Hannover. Drei starke Partner – das Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI), das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin und die Medizinische Hochschule Hannover – haben sich zusammengetan und das Clinical Research Center (CRC) Hannover gegründet.

Neben den normalen Untersuchungsschwerpunkten der NAKO liegt eine weitere Priorität des Studienzentrums Hannover auf der Erforschung von Infektionskrankheiten und Störungen des Immunsystems. Koordiniert wird der Studienstandort Hannover von der Abteilung Epidemiologie des HZI unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Gérard Krause. Medizinisches Fachpersonal führt dort unter ärztlicher Leitung von Dr. Yvonne Kemmling die Untersuchung und Befragung der Studienteilnehmer durch.

Leitung des Studienzentrums

Yvonne Kemmling

Yvonne Kemmling

studierte Medizin an der Georg-August-Universität Göttingen und schloss 2003 ihr drittes Staatsexamen in Humanmedizin ab. Von 2003 – 2004 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kompetenzzentrum für Medizintechnik, Biotechnologie und Messtechnik der Universität Göttingen im Bereich Technologietransfer und Patentverwertung. 2005 erlangte sie an der Georg-August-Universität Göttingen den Doktorgrad der Medizin in der Abteilung Neurologie. Ihre Facharztausbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin absolvierte sie von 2005 – 2011 in den Bereichen Innere Medizin, Allgemeinmedizin, Chirurgie und Orthopädie am Facharztzentrum der Bundeswehr und in einer allgemeinmedizinischen Praxis in Hannover.

Im Jahr 2011 wechselte sie zum Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Seit 2012 ist sie Ärztliche Leiterin des Studienzentrums in Hannover.

Yvonne Kemmling ist qualifizierte Prüfärztin und zertifizierte Studienleiterin für klinische Studien. Sie ist nebenberuflich weiterhin als Allgemeinmedizinerin und im ärztlichen Notdienst tätig.

Gérard Krause

studierte Medizin an der Universität Mainz und schloss 1993 sein drittes Staatsexamen in Humanmedizin ab. Gleichzeitig erlangte er an der Universität Heidelberg den Grad des Doktors der Medizin in Tropenhygiene. Von 1993 bis 1998 arbeitete er als Arzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Bereichen Tropenmedizin, Innere Medizin und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Heidelberg, dem Paracelsus-Krankenhaus in Osnabrück und dem Universitätsklinikum Freiburg. Anschließend war er zwei Jahre als “epidemic intelligence service officer” an den Centers for Disease Control and Prevention in Atlanta, USA, beschäftigt. Darüber hinaus absolvierte er verschiedene Forschungs- und Ausbildungsaufenthalte in England, Ecuador, Kolumbien, Burkina Faso und Niger.

Im Jahr 2000 wechselte er an das Robert Koch Institut in Berlin (RKI) und leitete dort das Fachgebiet Surveillance. In den Folgejahren erhielt er die Facharztqualifikation für Hygiene und Umweltmedizin mit Zusatzbezeichnungen in Tropen- und Rettungsmedizin. Von 2005 bis 2013 war er Leiter der Abteilung für Infektionsepidemiologie am RKI. Gérard Krause habilitierte sich im Jahr 2005 im Fach Epidemiologie und Hygiene an der Charité Universitätsmedizin in Berlin, wo er 2008 den Masterstudiengang für angewandte Epidemiologie gründete.

Im Jahr 2011 nahm Gérard Krause den Ruf als W3-Professor für Infektionsepidemiologie an die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) an und übernahm die Leitung der Abteilung „Epidemiologie“ am HZI. 2013 gründete er das PhD-Programm „Epidemiologie“.

Gérard Krause ist Mitglied wissenschaftlicher Beiräte der nationalen Referenzzentren für humanmedizinische Mikrobiologie in Belgien, des Institut de Veille Sanitaire in Frankreich, dem Bernhard Nocht Institut Hamburg, sowie Berater der Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie. Innerhalb der NAKO Gesundheitsstudie ist er Mitglied des Epidemiologischen Steuerungskomitees, Sprecher der Expertengruppe Infektion und Leiter der Kompetenzeinheit Impfstatuserfassung.